Der Begriff Smart Grid geistert nun seit ein, zwei Jahren durch den Blätterwald. Doch was ist das oder was soll es werden?

Einen guten Einstieg in den Stand der Dinge und die sich damit verbindenden offenen Fragen gibt „E-Energy. Wandel und Chance durch das Internet der Energie“, ein vom Münchner Kreis herausgegebenes Buch. Es entstand aus einer Tagung zum gleichen Thema, die in München stattfand.
Neben einer Einführung in das Thema und der Darstellung aus Sicht wichtiger Player wie Siemens, IBM oder Unternehmen der Energiewirtschaft wird auch beschrieben, was sich die Bundesregierung von Smart-Grid-Technologie erhofft und erwartet und was die Wissenschaft dazu zu sagen hat.
Besonders wichtig sind die eher kurzen, aber dennoch inhaltsschweren Kapitel, die sich mit den sechs vom Bund geförderten E-Energy-Projekten befassen. Zeigen sie doch in aller Klarheit, wie weit der Weg zu einem funktionierenden Smart Grid ist. Außerdem belegen sie, welche Hürden sich auf dem Weg vom Energiekonsumenten bis zum Prosumer auftürmen. Der Anschluss von Smart Meters ist hier nur einer von vielen kritischen Punkten.
Andererseits demonstrieren diese Projekte aber auch den entschlossenen Willen von Regierung und zahlreichen Beteiligten, endlich auch im Stromnetz die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass regenerative Energien ihr volles Potential entfalten können. Da es dazu keine Alternative gibt, ist das gut so.
Außerdem wird die Schlüsselrolle von Informations- und Kommunikationstechnik deutlich, ohne die Smart-Grid-Ansätze kaum realisierbar wären. Aber auch hier bleibt noch viel zu tun, da Standards und auch Technologie noch an vielen Stellen fehlen.

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