Neuer Reparaturservice für mobile Geräte

Mit icracked kommt jetzt ein in den USA bewährter Reparaturdienst für mobile Geräte der Marktführer Apple und Samsung auf den deutschen Markt. Der Anbieter erlässt sich bei seinen Dienstleistungen auf sogenannte iTechs, also von iCracked ausgebildete Spezialisten, die als Mikrounternehmen in einer Art Franchising-Modell im Lande verteilt sind und die Reparaturaufträge beim Kunden ausführen. Sie haben alle notwendigen Werkzeuge und Ersatzteile dabei, um z.B. eine geborstene Frontscheibe zu ersetzen. Dabei erfolgen die Reparaturen zum zentral festgesetzten Preis. Weltweit gibt es bereits 1800 solcher Spezialisten. Den deutschen Markt will das Unternehmen von Berlin aus aufrollen, wo gestern die deutsche Niederlassung eröffnet wurde. Bis Jahresende sollen 150 deutsche iTechs ausgebildet werden. Inwieweit sich mit diesem Geschäft tatsächlich ein auskömmliches Einkommen erzielen lässt, wird sich erweisen. Neben Reparaturen kauft icracked gebrauchte Mobiltelefone auch zurück und macht sie fit für den Sekundärmarkt.

Jetzt erste IT-Geräte mit 85 Prozent Recycling-Kunststoff zertifiziert

Die Zertifizierungs-Organisation TCO hat eine Reihe von TCO-Certified-Edge-zertifizierten Geräten ins Web gestellt, die mindestens 85 Prozent Recycling-Kunststoff enthalten. Wer wissen will, welche Systeme die zertifizierung erhalten haben, sieht bitte hier nach.

Von wegen Handy-Recycling bei der Telekom!

Heute im T-Shop, Neuhauser Straße, München: Mein Handy, ein Nokia, hat nach zehn Jahren den Geist aufgegeben, weshalb ich ein neues kaufen muss. Ich entscheide mich für eine Sparvariante des alten, weil ich mit meinem Telefon nur telefonieren will und sonst nichts (wg. NSA etc). Nun kommt der interessante Punkt: In allen Verlautbarungen weinen ja die Provider richtig dicke Krokodilstränen, weil die lahmen Anwender es ja nicht schaffen das Handy ins Geschäft zurückzubringen, wenn sie ein neues kaufen. Nicht so ich. Stolz vor Freude über meinen Beitrag zum allgemeinen Rohstoffwiedergewinnungsprogramm, wies ich auf mein Schrott-Handy, das nun, inzwischen herrenlos, auf dem Tresen lag. Doch der Verkäufer bedankte sich nicht etwa dafür, dass ich so brav mein Handy der Wiedergewinnung zur Verfügung stellte, statt es in der Schublade zu versenken. Weit gefehlt. Er guckte mich an, als wäre ich geisteskrank und wies mich dann darauf hin, dass ich das alte Handy doch bitte gern WIEDER MITNEHMEN dürfe. Und als ich ihn dann darüber aufklärte, dass ich der Meinung sei, ich hätte soeben einen großartigen Beitrag dazu geleistet, wertvolle Rohstoffe zurück in die Verwertungskette zu führen, und dass er respektive sein Unternehmen dieses Handy dem Recycling zuführen solle, sah er mich leicht pikiert an wie jemanden, der einem unerwünschte Arbeit macht.
Fazit: Tja, Telekom, die Leute in Deinen Shops sind wohl doch noch nicht so richtig darüber aufgeklärt, dass sie Handys zurücknehmen und rezyklieren sollen. Und eine Prämie scheinen sie fürs fleißige Rezyklieren auch nicht zu kriegen. Oder? Vielleicht wäre das Geld für die vielen Statements, in denen die großen Provider betonen, wie viel sie für das Recycling von Handys tun, viel besser investiert, wenn es für Personal-Trainingsprogramme über nachhaltige Informationsnutzung und Recycling und vernünftige Sammelbehälter ausgegeben würde. So einen findet man nämlich im T-Shop auch nicht. Komisch, was?

Wann darf man IT wegwerfen (The Green Grid)?

EDE steht nichte etwa für die kurze Form eines deutschen Vornamens sondern für die Electronic Disposal Eifficiency und ist eine metrik von The Green Grid, die dazu beitragen soll, dass Firmen ihre IT nicht mehr gedankenlos wegwerfen, sondern nur vertrauenswürdigen, zertifizierten Recyclern/Reuse-Unternehmen anvertrauen. EDE entsteht dadurch, dass das Gewicht des in dieser Weise entsorgten Elektroschrotts durch die Gesamtmenge des entsprgten Elektroschrotts geteilt wird. Das Ergebnis ist EDE und sollte natürlich möglichst nah an 100 Prozent liegen. Unter Elektroschrott versteht das Papier alle ITK-Geräte, die nicht mehr für ihren bisherigen Zweck oder überhaupt nicht mehr verwendet werden. In Frage kommen bei der verantwortlichen Entsorgung folgende Formen: Verbrennung, Deponierung, Recycling, und kompletter oder teilweiser Reuse, allerdings nur außerhalb des Unternehmens, das das Gerät bisher genutzt hat. Wer will, kann auch separate materialströme für Reuse, teilweisen Reuse, Komponenten-Reuse und Recycling berechnen. Wer Details wissen will, findet sie hier.

Kommentar:Um das wichtigste Thema drückt sich die Organisation herum: die nötige Lebenszeitverlängerung. Denn IT spielt in ihrer kurzen Nutzungsdauer auch bei hoher Effizienz den Produktionsaufwand längst nicht ein. Wers nicht glaubt, kann hier nachlesen.

Summary:The Green Grid launched a new metric to evaluate how sustainable companies deal with old elekctronic equipment that is not used any more or is broken. EDE (Electronic Disposal Efficiency) is calculated as the relation between the weight of the responsible disposed electronic waste and the total weight of all elekctronic waste. But The Green Grid does not say anything about usage periods, which means not talking about the most critical factor in IT material waste.

Online-Plattform für rechtskonformes und nachhaltiges Materialmanagement

Metalle aus Konfliktregionen in Smartphones oder anderer Elektronik? Unsaubere Materialkreisläufe? Rätselhaftes Auftauchen eigener Altgeräte im „informellen Recycling“ afrikanischer Hinterhöfe? Das muss nicht sein. Es gibt jetzt eine Online-Plattform, über die Hersteller Compliance-informationen über Werkstoffe etc. sammeln, austauschen und bewerten können, so dass niemand mehr behaupten kann, er habe es nicht gewusst oder nicht wissen können. Übrigens, Urheber HP: Etwas weniger Eigenwerbung auf der Hausadresse dieses kostenlos nutzbaren Services hätte es schon sein dürfen. Ich weiß schon: Tue Gutes und rede darüber“, aber trotzdem. Ansonsten muss man sich einloggen, um den Dienst nutzen zu können. Und ich bin gespannt, wie lange das System kostenlos bleibt. Wenn es das tut, ist es im Ansatz ein gutes Angebot.

Deutsche horten Alt-PCs

Wie der Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) in einer Pressemitteilung verkündet, horten deutsche Haushalte massenweise Altcomputer. Bis zu 20 Millionen (!!!) sollen in deutschen Rumpelkammern ihrem Ende entgegenrotten. Das ergab die Befragung von rund 500 Leuten über 14 durch das Marktforschungsunternehmen ARIS. BITKOM empfiehlt: zum Recyclinghof bringen, an Rücknahmeaktionen teilnehmen und Batterien nicht einfach irgendwo entsorgen.
Nun ist es zweifellos die dümmste aller denkbaren Ideen zu diesem Thema, einen noch arbeitsfähigen oder mit geringfügigen Reparaturen/kleinen Ergänzugen wieder arbeitsfähigen Rechner zu Hause im keller stehen zu lassen, bis er bestimmt nicht mehr geht respektive vollkommen veraltet ist. Wegwerfen muss man aber auch nicht gleich, selbst wenn die Technologie nicht mehr ganz neu ist. nachhaltige-it empfiehlt: PCs endlich nicht mehr alle zwei, drei jahre durch neue ersetzen, sondern so lange es geht nutzen. Wer wissen will warum, möge seinen Blick einmal hierhin lenken. Was für Laptops gilt, dürfte auch für PCs nicht wesentlich anders sein. Die zweitintelligenteste Lösung wäre, einen noch funktionsfähigen Rechner an jemanden weiterzugeben, der sich sonst gar keinen leisten kann und so wenigstens irgendwelche Erfahrungen mit eigener digitaler Technik sammelt. Davon gibt es genug Leute. Auf diese Weise lassen sich Nutzungskaskaden sicher ziemlich verlängern. Auch die Weitergabe an passionierte Elektronikbastler zum Ausschlachten ist nicht verkehrt. Dann werden wenigstens Teile wiederverwendet, und der Rest kann dann immer noch zum Recyclinghof wandern. Nur wirklich nicht mehr arbeitsfähige Rechner sollten auf die von BITKOM vorgeschlagene Art entsorgt werden, auch wenn das den Umsatz der IT-Industrie nicht steigert.

Summary:20 Million old PCs are waiting in German households for refurbishment or recycling, says branch organization BITKOM!

Shops für gebrauchte Handys – nachhaltige it macht Ferien

Wieder mal möchte ich darauf hinweisen, dass es weder dem eigenen Portemonnaie noch Mensch, Tier oder Umwelt nützt, seine gebrauchten Alt-Handies im Schrank zu horten, als wären es Reliquien. Sie zu Geld zu machen ist allemal nützlicher, obwohl dieser Rat hierzulande noch immer nur von Bruchteilen der Bevölkerung wahrgenommen wird. Wers tut, kann sich also gern als ökologische Avantgarde fühlen, und das tut dabei noch nicht einmal weh, weil man ja auf nichts verzichten muss (außer auf seine ganz private Sondermülldeponie). Deshalb habe ich jetzt auch Shops, die sich auf den Ankauf gebrauchter Handies spezialisiert haben, in die Liste „Reparieren statt wegwerfen“ aufgenommen (siehe rechts unten auf der Seite). Ein Knopfdruck genügt, und schon hat man die Chance, ein paar Euro reicher zu werden. Immer dran denken: Das Alt-Handy ist in Wirklichkeit eine Mine für seltene Metalle, die anderswo unter entsetzlichen Mühen aus der Erde gekratzt werden müssen, nur damit Sie in der Schublade nachsehen können, mit welchem vorsintflutlichen Monstrum Sie vor zehn Jahren telefoniert haben.

Und was den zweiten Punkt angeht: Der Blog ruht bis Mitte August aus Urlaubsgründen. Einen schönen Sommer wünscht nachhaltige-it.

Neue Plattform für alte Handys

72 Millionen Althandys schlummern in deutschen Schubladen. Das soll anders werden, meint die Deutsche Umwelthilfe und eröffnet ein neues Portal: Handys für die Umwelt. Dabei arbeitet der Umweltverband mit dem Handy-Rücknehmer Wirkaufens zusammen. Wer sein Handy bei Handys für die Umwelt abgibt, kann einen Teil des Erlöses an die Deutsche Umweltstiftung stiften. Also, Leute, entrümpelt mal Eure Schreibtischhubladen!

Green IT auf der Cebit/Green IT on Cebit

EIn sehr interessantes Programm hat Bitkom diesmal für den Bereich Eco IT Solutions (H13, C39) der Cebit zusammengestellt. Besonders lobenswert: Es wird endlich ernsthaft dafür geworben, digitale Kleingeräte wie Handies zu rezyklen, statt sie in der Schublade zu horten oder wegzuschmeißen. Ein ganzer Vortrags-Track befasst am Dienstag befasst sich damit. Außerdem interessant: Es werden auch Bewertungsmethoden für ICT-Produkte diskutiert und gefragt, wie denn nachhaltige und fair produzierte Geräte aussehen könnten. Daneben das Übliche: Smart Grids – in Deutschland noch immer mehr oder weniger im Konzept- und Versuchsstadium, das grüne Rechenzentrum etc. Insgesamt aber ein Event, dessen Besuch sich wegen der Vielfalt und Hochkarätigkeit der Referenten und Themen durchaus lohnen dürfte.

Summary:With a diverse and high-level program of lectures and discussions, Eco IT Solutions area (H13, C39) on Cebit shows recent advancements in Green IT technology and research. Topics range from clean and fair production to urban mining, from green data centers to the chances of IT to reduce carbon dioxide. Do not miss if interested! Unfortunately, most lectures and discussions will only be in German. There was no information in the program about if there are translation services.

Documentary zu Computer-Lifecycle braucht Geld – spenden! Donate money for film on computer lifecycle!

Derzeit werden pro Sekunde sieben Computer produziert, aber nur vier Menschen geboren. Das zeigt die Dimension des Problemsm, das sich aus nicht nachhaltigen Produktions-; Nutzungs- und Entsorgungsweisen bei ITK ergibt.
Der teils schon abgedrehte 45-Minuten-Film „The life of my computer“ zeigt jeden Schritt: von der Goldförderung (Platinen) über die Fertigung in Osteuropa, die allgegenwärtige Computernutzung und das Ende der aussortierten Rechner auf wilden Mülldeponien in Afrika.
Der Film soll im August fertiggestellt werden, mehrere Sender sind interessiert, die Finanzierung haben teilweise österreichische Regierungsstellen und Stiftungen übernommen. Nun fehlen den Produzenten noch 2000 Euro für Dreharbeiten in der Tschechei.
Wer spendet, kann sich über schöne Anerkennungsleistungen freuen:
für 35 Euro zum Beispiel gibt es bereits die DVD des FIlms nach Hause, für 250 Euro wird der Spender im Abspann genannt und wer 500 Euro spendet, für den ist ein Sitzplatz bei der Filmpremiere im August freigehalten.
Gelder müssen auf folgendes Konto überwiesen werden:

Kontoinhaber: Filmprojekt 10-01 Stefan Baumgartner
Kontonummer: 8161853
Bank: Raiffeisenverband Salzburg
Bankleitzahl: 35140
(Achtung, unter Umständen lautet die internationale Bankleitzahl anders – ich nehme an, das ist die für Überweisungen aus Österreich)

Summary:Did you already do something good today? Here comes an opportunity: Austrian filmmaker Stefan Baumgartner is working on a documentary about the entire lifecycle of computers. Given the fact that there are seven new computers versus only four new humans on earth – per second – this is an important topic. He starts with gold production in the mines in developing countries, moves to production sites in eastern europe, the omnipresent use of computer equipment in industrialized countries and finally to the illegal e-waste-dumps in Africa. The financing was mostly done by Austrian government and foundations, now 2000 Euros are missing for filming in Czech production facilities. The rest of the film is more or less done (inclusive final cut).
Who gives money is rewarded by fine prices:
For 35 Euros, i.e. the donor gets the DVD with the video,
For 250 Euros the donor is named in the cerdentials of the film
anf for 500 Euros there is a seat reserved for the premiere in August 2011 in Austria.

Account details:
Bank details
Account holder: Filmprojekt 10-01 Stefan Baumgartner
Account number: 8161853
Name of the bank: Raiffeisenverband Salzburg
Bank code: 35140 (this may be different for transfers from abroad, please check!)