Greenpeace zu Cloud: Stromquelle ist entscheidend

Mit einer Studie zu Cloud Computing stellt Greenpeace die Stromverbrauchswerte der IT, die von der bekannten Studie Smart 2020 angegeben wurden, in Frage. Smart 2020 hatte geschätzt, dass Cloud-Computing 2007 etwa 1963 Milliarden kWh verbrauchte und dadurch Emissionen von 1034 Megatonnen Kohlendioxid erzeugte.

Greenpeace modifiziert die Studie in drei Bereichen: durch das Herausrechnen von Mobiltelefonen, durch Anpassung des Umrechnungsfaktors zwischen Energieeinheiten und Tonnen Kohlendioxid an allgemein übliche Standards (Smart 2020 hatte hier eher exotische Quellen verwendet) und durch einen Bottom-Up-Ansatz bei der Berechnung des Stromverbrauchs von Datenzentren. Am Ende landet Greenpeace bei einem erheblich höheren Stromverbrauch fürs Cloud Computing (Datenzentren und Telekommunikation) als Smart 2020 (622,5 statt 486,7 Milliarden kWh) – entsprechend würde sich auch der Kohlendioxidausstoß erhöhen.

Die Schlussfolgerung von Greenpeace erscheint daher nur logisch: Ob Cloud ökologisch ist und wird oder nicht, hängt vorrangig von den verwendeten Stromquellen und dem Einsatz „grüner“ IT-Technologien ab!

Kommentar: Wir haben es ja schon immer geahnt, spätestens allerdings seit der Feststellung, dass IT schon elf Prozent des deutschen Stroms frisst im letzten Herbst: Auch mit Cloud kommt ein gewaltiger Stromverbrauch auf uns zu. Und von Kohlendioxid-Sparen kann man deswegen nur dann sprechen, wenn der Strom so grün ist wie die maifrischen Wiesen!

Summary:As Greenpeace calculated, electric energy used by cloud computing worldwide in 2007 was much higher than in the Smart 2020 study – 622,5 instead of 486,7 kWh. Reasons are calculation factors between Carbon Dioxide and kWh and bottom-up versus top-down analyses of data centres.

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