Rezension: Technologie allein schafft Nachhaltigkeit nicht!

Auf andere Wirtschaft neu ist eine Rezension von Serge Latouche: es reicht! Abrechnung mit dem Wachstumswahn“. Wer gern mal nachlesen möchte, wie viel mehr als Technologie nötig ist, um unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu machen, findet den Text hier.

Wegweisende Digitalprojekte von Social Entrepreneurs gesucht/Competition for digital projects by Social Entrepreneurs

Organisiert von der österreichischen Non-Profit-Organisation International Center for New Media, will der EYA (European Youth Award) die gesellschaftlich einflussreichsten Digitalprojekte, die von sozialen Unternehmen realisiert wurden, prämieren. Prämiert werden Arbeiten in folgenden sieben Kategorien:
– Gesundes Leben (Fitness, Ernährung, Gesundheitsfürsorge),
– intelligentes Lernen (Bildung, E-Skills, Open Science),
– Kulturaustausch (Kunst, Spiele, Diversity)
– Go Green (Energie, Ressourcenmanagement, Nachhaltigkeit)
– aktive Bürgerschaft (freier Journalismus, offene Verwaltung, sozialer Zusammenhalt)
– Lebensstil der Zukunft (E-Mobilität, Stadtentwicklung, nachhaltiger Tourismus)
Alle Informationen finden sich auf der oben verlinkten Website.

SUMMARY: Austrian Non-profit-organization International Center for New Media coordinates this Years European Youth Award (EYA), a competition for the most influential digital projects realized by sociel entrepreneurs from all over europe. There will be prices in seven categories:
– Healthy Life: fitness | nutrition | healthcare
– Smart Learning: education | e-skills | open science
– Connecting Cultures: arts | games | diversity
– Go Green: energy | resource management | sustainability
– Active Citizenship: free journalism | open government | social cohesion
– Money Matters: financial literacy | employment | smart consumerism
– Future Living: e-mobility | urban development | sustainable tourismAll information on the EYA-website linked above.

Online-Plattform für rechtskonformes und nachhaltiges Materialmanagement

Metalle aus Konfliktregionen in Smartphones oder anderer Elektronik? Unsaubere Materialkreisläufe? Rätselhaftes Auftauchen eigener Altgeräte im „informellen Recycling“ afrikanischer Hinterhöfe? Das muss nicht sein. Es gibt jetzt eine Online-Plattform, über die Hersteller Compliance-informationen über Werkstoffe etc. sammeln, austauschen und bewerten können, so dass niemand mehr behaupten kann, er habe es nicht gewusst oder nicht wissen können. Übrigens, Urheber HP: Etwas weniger Eigenwerbung auf der Hausadresse dieses kostenlos nutzbaren Services hätte es schon sein dürfen. Ich weiß schon: Tue Gutes und rede darüber“, aber trotzdem. Ansonsten muss man sich einloggen, um den Dienst nutzen zu können. Und ich bin gespannt, wie lange das System kostenlos bleibt. Wenn es das tut, ist es im Ansatz ein gutes Angebot.

Billigkauf schadet Nachhaltigkeit

Eigentlich darf es niemanden ernsthaft verwundern: Wenn in Ausschreibungen der Preis das einzige letztlich ausschlaggebende Kriterium ist, leidet die Qualität der gekauften Geräte (da billiger in der Regel nun mal an irgendeiner Stelle schlechter ist) und damit die nachhaltigkeit, denn gerade elektronische Billigprodukte neigen dazu, vorzeitig ihren Geist aufzugeben, mehr Strom zu verbrauchen etc. Darauf, dass dies bei einem speziellen Großeinkäufer, nämlich der öffentlichen Hand, besonders fatale Auswirkungen hat, weist eine Pressemitteilung von TCO Development hin. Bekannt wurde TCO durch die ergonomische Zertifizierung von Bildschirmen, inzwischen zertifiziert das Institut auch Tablets und anderes, wobei seit Kurzem auch die Produktionsbedingungen in die Bewertung einbezogen werden. Das Europäische Parlament befürworte, so TCO in seiner Pressemeldung, dass andere, grüne Kriterien den Preis als Vergabekriterium gleichwertig ergänzen und empfiehlt das eigene Prüfsiegel als Hinweis auf die Erfüllung entsprechender Kriterien.
Kommentar:Wenn man auch angesichts dieser Verknüpfung davon ausgehen muss, dass die Empfehlung nicht ganz uneigennützig erfolgt, kann man inhaltlich das Anliegen, sich gerade bei den oft voluminösen Ausschreibungen nicht an die billigsten produkte zu halten, nur unterstützen. So lange Gemeinden, Länder, der Bund und jedes Amt vormacht, dass es mit der billigsten Kiste auch geht, zumindest eine gewisse Zeit, kann der Staat von seinen Bürgern kaum vernünftigeres Verhalten erwarten.

English Summary:TCO, a certification organization for environmentally friendly IT products, states that public procurement that makes buying decisions only for the cheapest offer hampers sustainability and violates political goals of EU parlament

ZDnet-Kongressbericht: Ressourceneinsparung durch IT – oder nicht?

ZDnet hat heute einen Artikel publiziert, der über eine aktuelle Tagung der TU München zum Thema „IT und Nachhaltigkeit“ berichtet. Wie die zum Teil prominenten Referenten das Thema reflektieren, was für sie Nachhaltigkeit bedeutet und was sie der IT zutrauen, lesen Sie hier

Mitreden zum Thema Nachhaltigkeitsbericht 2012

Die Online-Plattform zum Nachhaltigkeitsthema „Mitreden-U“ der Bundesregierung hat aus den Einlassungen der Mitreder zusammen mit Bundeskanzleramt und anderen Ministerien ein Fortschrittsbericht Nachhaltigkeit 2012 erarbeitet. Diesen Fortschrittsbericht können Interessierte noch bis zum 18. September im Internet kommentieren. Eine seltene Gelegenheit also, sich in Regierungskreisen hör- und lesbar zu machen! Man könte zum Beispiel mal nachsehen, ob das Thema Green IT darin überhaupt vorkommt! Redet mit, und zwar massenhaft!

Guter Youtube-Film zu Green IT

Einen wirklich informativen Filmbeitrag zu Green IT, in dem ein echter firmeneutraler Fachmann relevate Daten und Fakten präsentiert, befindet sich hier. Wer das Werk sehen will, muss 21 Miuten Zeit mitbrigen – nicht zu viel, wenn man bedenkt, wie viel unsiniges Zeug man in 21 Minuten lesen, sehen oder hören kann.

Mitmachen: Nachhaltigkeitswettbewerb von BT und Partnern

BT schreibt zusammen mit einigen Partnern einen Nachhaltigkeitspreis aus. Der Success for Future Award wird in sechs Kategorien vergeben:
– Green Economy (Preisgeld: 20000 Euro)
– Green Building (Preisgeld 5000 (Studenten) und 15000 (Architekten) Euro
– für Start-ups (10000 Euro)
– ecotainment-Award (Preisgeld ?)
– Ehrenpreis für eine herausragende Person, die sich um Ökologie verdient gemacht hat (Preisgeld ?)
– Publikumspreis, ausgewählt aus den eingereichten Projekten der vier erstgenannten Kategorien (5000 Euro).
Teilnehmen können Personen, Gruppen und Einzelne, die Teilnahmeunterlagen finden sich hier.
Bewerbungen werden bis zum 1. März entgegengenommen.
Die Preisverleihung erfolgt im April im Rahmen eines Gala-Events.